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HTML vs. PDF
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Wer einen Geschäftsbericht als PDF ins Internet stellt, macht ihn verfügbar. Das bedeutet aber noch nicht, dass seine Inhalte barrierefrei, leicht auffindbar oder für Maschinen gut lesbar sind. HTML, die Sprache zur Strukturierung von Webseiten, bietet dafür eine klare Grundlage. Werden LLMs den Wandel im Bereich der regulatorischen Anforderungen beschleunigen?
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Eine Umsatzzahl sagt wenig aus, wenn Jahr, Einheit und Vergleichswert fehlen. In einem PDF können Leserinnen und Leser diese Angaben anhand der Tabellenüberschriften zuordnen. Auch Programme, die Texte vorlesen – sogenannte Screenreader –, Suchmaschinen und KI-Sprachmodelle müssen erkennen können, welche Überschrift zu welchem Wert gehört. Dafür braucht es eine klar hinterlegte Struktur. HTML bildet diese Verbindung direkt im Code ab.
HTML macht die Struktur klar.
PDF legt fest, wo Texte und Grafiken auf einer Seite stehen. Zusätzliche Strukturmarkierungen, sogenannte Tags, können Überschriften und Tabellen kennzeichnen und die Lesereihenfolge festlegen. Fehlen diese Markierungen oder sind sie fehlerhaft, kann die Software den Text zwar möglicherweise lesen. Sie kann aber nicht zuverlässig erkennen, welche Informationen zusammengehören. In einem Geschäftsbericht sind diese Zusammenhänge genauso wichtig wie die Zahlen selbst. Es reicht nicht, die Zahl «250» aus einer Umsatztabelle auszulesen. Ein LLM muss auch erkennen können, zu welchem Berichtsjahr, welcher Währung und welchem Geschäftsbereich sie gehört. In einem gut strukturierten HTML wird klar, welche Angabe für welche Zahl gilt.
Ist es barrierefrei?
Ein korrekt strukturiertes und geprüftes PDF kann die Anforderungen der WCAG erfüllen. Diese Richtlinien beschreiben, wie digitale Inhalte barrierefrei gestaltet werden. Die University of Melbourne weist jedoch darauf hin, dass barrierefreie und nicht barrierefreie PDFs genau gleich aussehen können. Ein PDF nachträglich barrierefrei zu machen, braucht Zeit. Beim erneuten Export können die Anpassungen zudem verloren gehen. Werden Inhalte online nur in einem einzigen Format veröffentlicht, empfiehlt die Universität deshalb HTML.
HTML zuerst. PDF ergänzend.
Google kann PDFs indexieren. HTML bietet jedoch mehr Möglichkeiten: Themenseiten lassen sich miteinander verlinken, Titel aussagekräftig formulieren und Inhalte klar in Abschnitte gliedern.
Ein PDF wird weiterhin benötigt: zum Herunterladen, zum Drucken und zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Es muss nicht verschwinden, damit HTML zum wichtigsten Format für den Onlinebericht wird. Entscheidend ist, in beiden Formaten dieselben freigegebenen Inhalte zu veröffentlichen.
Genau hier setzt L•Sync an: Es verbindet bestehende Quellsysteme mit einem klar strukturierten Onlinebericht auf HTML-Basis und hält die verschiedenen Veröffentlichungskanäle auf demselben Stand, ohne dass Inhalte ein zweites Mal manuell übertragen werden müssen.
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David Adlhoch
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